Freizauberei

Zusammenfassung einer Erörterung durch das Curriculum Salamandris

 

(Zusammenfassung von Marius Seebach)

 

 

 

 

Das Curriculum Salamandris diskutierte darüber, wie man die Freizauberei den Spielermagiern zugänglich machen könnte. Dies ist das vorläufige Zwischenergebnis:

 

1.        Freizauberei

2.        Transitive Freizauberei

3.        Rohe Gewalt

a)       vor der Zauberprobe

b)       nach der Zauberprobe

c)       zur verbesserung der Wirkung

4.        Variable Zaubertechnik

 

 

 

 

 

 

1.      Freizauberei

 

Gemeint ist hier die “wahre” Freizauberei, so wie sie auf S. 53 der Mysteria Arkana beschrieben ist. D.h. der Magiekundige kann durch den Einsatz von Astralpunkten beliebige Effekte hervorrufen und ist nicht an irgendwelche Formeln gebunden.

 

Das Curriculum war fast einstimmig dagegen, diese Art der Freizauberei den Spielern zugänglich zu machen. Mal abgesehen davon, daß es das Spielgleichgewicht völlig über den haufen werfen würde, könnte ein Spielermagier gar nicht lang genug leben, um das hierfür nötige Wissen anzusammeln. Nicht einmal Borbarad, Rohal oder Pardona können als Freizauberer angesehen werden.

 

 

 

2. Transitive Freizauberei

 

Die transitive Freizauberei ist zwischen Spruchzauberei und “wahrer” Freizauberei angesiedelt und stellt so etwas, wie die Feldversion der Spruchwerkstatt dar. Der Magiekundige wäre in der Lage, die in der Zauberwerkstattt durchführbaren Modifikationen spontan, während des Zaubers durchzuführen.

Als mögliche Vorraussetzungen wurden genannt:

-          dem Zauberkundigen (ZK) steht die t. Freizauberei erst nach einem großen und schwierigen Ritual zur verfügung

-          der ZK muß eine ziemlich hohe Stufe haben (21+)

-          es wird eine Fertigkeit Freizauberei eingeführt

-          die Zauberproben werden erschwert

-          das Risiko von Nebeneffekten steigt

-          möglich sind nur einfache Modifikationen ohne spielrelevante Auswirkungen

 

Diese Art der Freizauberei ist sehr umstritten, da nicht geklärt ist, ob die Spieler “theoretisch” wahre Freizauberer werden könnten und daher so ein Zwischenschritt möglich ist. Außerdem wird befürchtet, daß die Zauberwerkstatt ins hintertreffen geraten könnte. Auch sind die DSA-Zaubersprüche so verschieden, daß es schwierig werden könnte eine allgemein gültige Regelung aufzustellen.

 

 

3. Rohe Gewalt

 

Rohe Gewalt umschreibt die zusätzliche Ausgabe von ASP, um den gesprochenen Zauber so zu beeinflussen. Dabei kann man zwischen den folgenden drei Möglickkeiten unterscheiden:

 

a)       vor der Zauberprobe

Wie beim Arcanovi kann der ZK zusätzliche ASP verbrauchen, um so die Zauberprobe zu erleichtern. Fraglich ist nur, welche Art von Zaubern sich durch diese Methode erleichtern lassen.

Möglichkeit 1: Alle Zauber lassen dich durch Rohe Gewalt vereinfachen

Möglichkeit 2: Nur grobe Zauber, wie der Ignifaxius oder Heptagon lassen sich so vereinfachen

Möglichkeit 3: Nur Erschwernisse durch die Magieresistenz des Opfers lassen sich so verringern

 

 

b)       nach der Zauberprobe

Der Spieler würfelt die Zauberprobe und hat dann die Möglichkeit fehlende Punkte für ASP zu kaufen. Ein Patzer bleibt allerdings ein Patzer.

 

c)       zur Verbesserung der Zauberwirkung

Zauber deren Wirkung von der Stufe, oder den übrig behaltenen ZF-Punkten abhängig sind, können durch zusätzlichen ASP-Einsatz verstärkt werden.

 

Während die Varianten c) und b) ziemlich schnell in Vergessenheit gerieten (erstes wäre zu mächtig und letzteres würde die Spannung aus den Würfen nehmen), erntete die Version a) größere Zustimmung, als Möglichkeit erfahreneren ZK mehr Spielraum zu lassen. Nur auf die Zauber, die so zu vereinfachen wären konnte man sich nicht einigen.

 

 

 

4. Variable Zaubertechnik

 

Ab einem gewissen Erfahrungsgrad in einem Zauber (ZF 16-18) ist der ZK in der Lage die Zaubertechnik ein wenig zu verändern. Der Magier braucht keinen Bosparano-Reim mehr, ein Schlagwort und eine kurze Handbewegung reichen. Sowohl die Zauberdauer, als auch die benötigten Aspekte müssen dabei allerdings unverändert bleiben. D. h. bei einem Spruch, der eine Handbewegung und eine gesprochene Formel erfordert, können diese zwar verändert, nicht aber weggelassen werden.

 

Dieser Vorschlag erhielt keine Gegenstimmen und scheint daher allgemein akzeptiert worden zu sein. Eine genauere Ausarbeitung wäre wohl sinnvoll.